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Hobbys - Computer-Reparatur

 

Die Reparatur eines Computers gestaltet sich manchmal ziemlich schwierig. Meistens ist nicht auf einen Blick erkennbar, was nicht funktioniert und so bleibt in der Regel nichts anderes übrig, als die möglichen Fehlerquellen zu beseitigen. Das kann mitunter sehr aufwändig sein, denn es gibt ja viele verschiedene Komponenten in einem System, von der jede die Fehlerursache sein kann. Ich baue in solchen Fällen nicht sofort alle Teile auseinander, sondern versuche, die Störung zu lokalisieren. Dazu schalte ich das System zunächst ein. Wenn gar nichts passiert, liegt der Fehler vermutlich am Netzteil. Ich schließe also ein anderes Netzteil an und versuche erneut, das System zu starten. Läuft das System an, ist das Netzteil defekt und muss ausgetauscht werden. Läuft das System (Lüfter drehen sich, eventuell leuchtet eine LED), aber der Bildschirm bleibt dunkel, ist der Fehler entweder beim Board, dem Speicher oder der CPU zu suchen.

Manchmal kommt es auch vor, dass bei einem Flash-Vorgang etwas nicht geklappt hat. Dann ist das BIOS defekt. Ist das BIOS gesockelt, kann es durch einen Ersatzchip (oder Programmierung durch ein Programmiergerät) ersetzt bzw. der nicht richtig programmierte Chip mit der richtigen BIOS-Datei erneut geflasht werden. Ist das BIOS nicht gesockelt, ist es in der Regel besser, ein neus Board zu besorgen. Auslöten hat bei Multilayer-Boards wenig Sinn und eine Reparatur über den Hersteller oder eine Fachwerkstatt kostet richtig Geld, wenn man überhaupt eine Firma findet, die so etwas anbietet.

Weitere Fehlerursachen können dann noch die CPU und der Speicher sein. Manchmal ist auch nur eines der verbauten Speichermodule defekt. Da hilft dann nur, die Module einzeln zu testen. Auch ein Speichertest kann helfen, Probleme aufzuzeigen. Wenn beim Speichertest Fehler gefunden werden, sollte das entsprechende Modul ausgetauscht werden. Damit wird die Systemstabilität erhöht und unkontrollierte Abstürze vermieden. Die CPU muss ausgetauscht werden, wenn alle bisher durchgeführten Tests und Aktionen keinen Erfolg gebracht haben. Das Board kann man dann auch mit einer CPU testen, die langsamer oder schneller als die verbaute CPU ist. Wichtig ist nur, dass man die Daten für den Speichertakt und den CPU-Takt im BIOS neu einstellt. Ich empfehle, einen kompletten CMOS-Reset durchzuführen (meist durch umsetzen eines Jumpers oder kuzschließen zweier Lötpunkte auf dem Board möglich, Bedienungsanleitung beachten!). Aufpassen muss man bei älteren Boards, weil diese meist keine automatische Erkennung von CPU, Speicher usw. bieten. In einem solchen Fall muss die Frequenz vorher auf dem Board eingestellt werden. Manchmal passiert es auch, dass die CPU nicht richtig erkannt wird und das BIOS falsche Werte für den Betrieb einstellt. Daher ist es dann ratsam, den Kühler samt Lüfter von der CPU und die Wärmeleitpaste zu entfernen. Mittels der auf oder unter der CPU stehenden Angaben findet man schnell die für die CPU passenden Werte heraus und kann diese dann auf dem Board einstellen.

Ein weiteres Problem für einen dunklen Monitor kann die Grafikkarte sein. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese auf dem Board integriert ist oder in einem Grafikkarten-Slot steckt. Einfach die Karte tauschen bzw. eine Grafikkarte in einen PCI-Slot stecken. Startet das System mit Bild (meist nach einen kurzen Piepton, kann aber auch eine Weile dauern), ist die Grafikkarte defekt. In einem solchen Fall gibt es die Möglichkeit, die sog. Onboard-Grafik im BIOS zu deaktivieren. Manchmal passiert das auch automatisch, wenn eine externe Grafikkarte im Slot steckt. Ist das System soweit geprüft, kann der Fehler noch durch eine der externen Karten verursacht werden. Da hilft dann nur, die Karten alle zu entfernen und nach und nach wieder einzusetzen, bis das System nicht mehr startet. In diesem Fall liegt der Fehler vermutlich an der zuletzt eingesteckten Erweiterunskarte.

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